Wir hatten im August das Glück, vier Tage auf Gotland verbringen zu dürfen, bei schönstem Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein, 24 Grad. Mit der Fähre fuhren wir vom schwedischen Festland nach Visby und von dort 20 Minuten mit dem Auto ins Hotel Stelor an der Westküste, nahe des Tofta Strandes. Das Hotel Stelor war unser erster Stop von insgesamt drei Unterkünften, und schon hier verlor ich mein Herz an die Insel Gotland, den Tofta Beach, die grünen Dünen, den weißen Sand, das raue Meer. Manchmal hat man ja solche Momente im Leben: Wenn es einfach klickt. Bei mir und Gotland hat es ziemlich laut Klick gemacht. 

Ein schwedisches Midsommar-Fest ohne Erdbeeren ist nicht auszudenken, sie werden im Juni in Schweden pur serviert, mit Milch (ja, die Schwed:innen und ihre Milch, es ist die ganz große Liebe), im Kuchen, als Shake. Ich habe schon Schwed:innen erklären hören, dass die hiesigen Erdbeeren die besten sind auf der ganzen Welt. Ich bin arg gespannt auf mein erste schwedische Erdbeersaison, muss allerdings zugeben: Auch die schwedischen Blaubeeren haben meine Erwartungen weit übertroffen, ich mache mich demnach gefasst auf die wirklich besten Erdbeeren der Welt.

(Wer nicht viel lesen mag, aber gerne Fotos anschaut: Am Ende des Beitrags folgt eine ganze Auswahl an analogen Schweden-Fotos, die in unserem ersten Sommer hier entstanden sind) Wenn ich zurück denke an Ende Juni 2023, dann ist es für mich selbst kaum vorstellbar, was sich alles in diesem einen Jahr getan hat. Juni 2023: Unser großes Abschiedsfest war gerade vorbei, die Kisten in der Wohnung noch mehr oder weniger ungepackt, mein Mann und ich, wir haben beide bis zwei Tage vor Abreise am 17. Juli gearbeitet, die Kinder waren in der KiTa. Es war eine emotionale Achterbahn und gleichzeitig gab es so viel zu erledigen. Ich erinnere meine Tränen bei der KiTa-Verabschiedung, meine Nervosität, was das Packen angeht, die ständige Frage: Wie wird das alles, vor allem für unsere Kinder?

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